Detlef Parr, FDP -

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Sonntag, 14. März 2010
16.09.2008

Nein zu Verboten - Ja zu zielgruppenspezifischer Aufklärung

Als präventionspolitischer Sprecher der FDP-Bundestgasfraktion beobachte ich mit Sorge, wie sich Deutschland immer mehr zu einer "Verbots- und Gebotsrepublik" entwickelt.

Mit den Präventionsprogrammen Alkohol und Tabak geht die Bundesregierung einen falschen Weg - mit fatalen Folgen. mehr


Konsequenzen des von der Bundesdrogenbeauftragten vorgelegten Programms wären Alkoholwerbeverbote in Fernsehen und Kino sowie ein Verbot von Sponsoringmaßnahmen der Alkoholindustrie. Doch Werbeverbote führen zu nichts! Die Alkoholwerbung leistet einen unermeßlich hohen Beitrag zu den Gesamtsponsoringerlösen in Sport, Kultur und anderen gesellschaftlich relevanten Lebensbereichen. Ein Wegfall dieser Werbung würde erhebliche Einnahmeverluste im Breiten- und Leistungssport zur Folge haben. Viele Vereine die wertvolle Jugendarbeit leisten, könnten nicht überleben.

Darüber hinaus hätte die im Programm ausgearbeitete Preisregulierung - sprich die Erhöhung der Steuern auf Alkohol - einen massiven Personalabbau bei Produzenten, Handel und Gastronomie zur Folge.

Werbeverbote können das Problem des Alkoholmissbrauches nicht lösen: Um Alkoholmissbrauch zu verhindern, bedarf es vielmehr umfassender, zielgruppenspezifischer Aufklärungsmaßnahmen statt massiver Einschnitte in die unternehmerische Freiheit und der Bevormundung des Konsumenten.



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