Detlef Parr, FDP - Sucht und Drogen


Einleitung Sucht und Drogen

Rauchverbot

Substanzbezogene Sucht

 Aufgabe der Gesellschaft ist es, nach besten Kräften dafür zu sorgen, dass Sucht gar nicht erst entsteht. Wenn dies jedoch nicht gelungen ist, muss akzeptiert werden, dass Sucht eine Krankheit ist, die es gebietet, den betroffenen Menschen zu helfen. Prävention, Kuration, Rehabilitation sowie Begleitung der Sucht z. B. in Form von Substitutionsangeboten müssen ineinander greifen. Repression und Verbote dürfen nur dort greifen, wo sie unbedingt notwendig sind und wo es darum geht, die Gesellschaft vor negativen Folgen zu schützen. Sie sind immer nur das letzte Mittel der Wahl.

Neben einer Differenzierung in legale und illegale Drogen, hat sich die Unterscheidung in substanzbezogene und Der Konsum von Alkohol, Tabak und Medikamente den so genannten legalen Drogen, ist ein weit verbreitetes und tief verwurzeltes Phänomen in unserer westlichen Gesellschaft, trotz des Wissens um die gesundheitlichen Auswirkungen bei übermäßigem Konsum und der Gefahr von Abhängigkeit und Ebenso zählen die Abhängigkeit von illegalen Drogen wie Cannabis, Heroin, Kokain, Ecstasy etc. zu den substanzgebundenen Süchten. Die Übergänge vom mäßigen zum übermäßigen Konsum sind fließend. In großem Umfang handelt es sich hierbei um das Konsumieren mehrerer Substanzen und nicht um ein singuläres Konsumverhalten. Menschen, die viel Alkohol trinken, besitzen in der Regel auch eine hohe Affinität zum Rauchen. Insgesamt verursacht der Konsum substanzgebundener Suchtstoffe wie Tabak, Alkohol und auch Medikamente größere individuelle gesundheitliche und volkswirtschaftliche Schäden als die illegalen Drogen.

Substanzunabhängige Sucht

Unter substanzungebundenen Suchtformen versteht man z. B. Glücksspielsucht, Handysucht und Internetsucht. Wie bei allen Suchtarten ist die psychische Abhängigkeit der Betroffenen mit Kontrollverlust verbunden. In ihren Auswirkungen gleicht diese Sucht den Abhängigkeitserkrankungen von psychoaktiven Substanzen: eingeschränkte Kontrolle über das eigene Verhalten und Fortsetzung trotz negativer Konsequenzen.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Abhängigen sich psychisch sehr stark belastet fühlen. Die Folgen sind bekannt: Zerbrechen von Partnerschaften, Arbeitsplatzverlust, hohe Verschuldung, Verlust der Wohnung, Kriminalisierung.

Liberale Drogenpolitik bedeutet auch hier, den Einsatz für einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem eigenen Leben. Denn im Endeffekt kann jedes Verhalten in Sucht enden. Eine moderne Drogen- und Suchtpolitik muss die Stärkung der Kompetenzen der Menschen erhöhen, damit ein verantwortungsbewusster Umgang mit der eigenen Gesundheit für alle selbstverständlich wird.

Umfrage Rauchverbot

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