Detlef Parr, FDP -

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Mittwoch, 8. September 2010

Heroin

 

Die Zahl der Drogentoten ist ebenso rückläufig wie die Zahl der erstauffälligen Konsumenten harter Drogen. Im Jahr 2005 verstarben in Deutschland zwar immer noch 1.326 Menschen durch Rauschgiftkonsum. Die Zahl der Todesfälle liegt damit aber auf dem niedrigsten Stand seit 1989. Kokain wird von den Drogensüchtigen meist im Beikonsum mit anderen Suchtmitteln wie Heroin verwendet. Der Anteil der Heroinsüchtigen ist zwar recht gering. Allerdings ist diese Substanz nach wie vor die Hauptursache für eine notwendige Drogentherapie.


Die Substitutionsbehandlung mit Methadon und anderen Medikamenten hat sich als Ergänzung zu den ambulanten und stationären Therapien bewährt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Substitutionsbehandlung sind jedoch eindeutig zu regeln, um den behandelnden Ärzten Rechtssicherheit zu gewähren.


 

Auch die Ergebnisse der Heroinmodellstudie zur kontrollierten Abgabe an Schwerstabhängige zeigen positive Wirkungen. Die Gesundheit der Schwerstabhängigen verbessert sich deutlich und auch ihre soziale Lage stabilisiert sich. Zudem sinkt die Kriminalitätsrate, der Beikonsum von anderen Drogen geht zurück und viele Patienten, die das synthetische Heroin erhalten, gehen wieder einer geregelten Arbeit nach. Eine Übernahme der kontrollierten Heroinbehandlung für die kleine Gruppe der Schwerstabhängigen in die Regelversorgung ist umgehend umzusetzen


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