Detlef Parr, FDP -

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Sonntag, 5. September 2010

Cannabis

Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland, aber auch europaweit. Der Konsum hat in den vergangenen 10 bis 15 Jahren besonders stark zugenommen. Nach Schätzungen gibt es in Deutschland 400.000 Konsumenten. Das Einstiegsalter ist in den letzten Jahren gesunken und liegt derzeit bei 16 Jahren. Die Zahl derjenigen, die exzessiv konsumieren, wächst auch hier. 10 bis 15 % aller Konsumenten und Konsumentinnen haben nach internationalen Diagnosestandards einen abhängigen Cannabiskonsum aufweisen.


Experten warnen insbesondere, dass Cannabis immer stärker und immer giftiger wird. Beispielsweise weisen Experten auf die Gefahr von schizophrenen Psychosen hin. Gerade für Kinder- und Jugendliche ist die Gefahr von lebenslangen gesundheitlichen Schäden hoch. An der Straffreiheit des Besitzes geringer Mengen Cannabis zum Eigenkonsum sollte deshalb festgehalten werden, um eine unnötige Kriminalisierung zu vermeiden. Voraussetzung ist jedoch Rechtssicherheit in der Frage, welche Cannabismenge auf Länderebene als ?gering und zum Eigenkonsum? festgelegt wird.

 

Für eine qualifizierte Beratung und Behandlung von Menschen mit Cannabis­abhängigkeit muss sich das bisher bestehende Hilfesystem mehr auf die speziellen Belange von Cannabisabhängigen einstellen.


 

Neueste Studien zeigen positive Wirkung von THC bei der Therapie unterschiedlichster Begleiterscheinungen schwerwiegender Erkrankungen. Die Bei der Frage des Gebrauchs von Cannabis als Medikament brauchen wir Rechtsklarheit für Patienten und Ärzte. Modelle anderer Länder sind für die Entwicklung von Konzepten zum therapeutischen Einsatz von Cannabis auszuwerten.


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